Betrug mit Bluttests: Elf Jahre Haft für Ex-Starunternehmerin Holmes

Stand: 19.11.2022 00:33

Er galt im Silicon Valley als Star, doch der als revolutionär angekündigte Bluttest schlug fehl. Elizabeth Holmes wurde bereits im Januar wegen Betrugs verurteilt. Die Strafe steht nun fest: elf Jahre Haft.

Elizabeth Holmes, einst in den USA als Star-Jungunternehmer gefeiert, ist wegen Betrugs zu rund elf Jahren Haft verurteilt worden. Das jetzt vom US-Bezirksrichter Edward Davila verhängte Urteil ist weniger als die von der Staatsanwaltschaft angestrebte 15-jährige Haftstrafe, aber viel härter als das, was ihre Verteidiger gefordert hatten.

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Holmes wurde im Januar von einer Grand Jury für schuldig befunden, mit seinem gescheiterten Startup Investoren um Hunderte Millionen Dollar betrogen zu haben, als er CEO von Theranos war. Ihm wurde vorgeworfen, Investoren fälschlicherweise davon überzeugt zu haben, dass Theranos einen revolutionären Bluttest entwickelt hatte. Der Fall machte ihn zu einem Symbol für die Kultur der schamlosen Eigenwerbung im Silicon Valley.

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Kissinger und Murdoch als Unterstützer

Holmes gründete Theranos 2003 im Alter von nur 19 Jahren. Das Unternehmen wirbt mit einer revolutionären Technologie für schnelle, effektive und kostengünstige Bluttests. Der charismatische Jungunternehmer wurde als Technologie-Pionier gefeiert und gewann finanzstarke Investoren und prominente Unterstützer wie Ex-Außenminister Henry Kissinger und Medienmogul Rupert Murdoch.

Holmes selbst wurde Millionär. Dann enthüllte ein Bericht des Wall Street Journal, dass die Technologie überhaupt nicht funktionierte. Holmes hat immer bestritten, Investoren betrogen zu haben. Er gibt Fehler zu, glaubt aber an das Potenzial seiner Technologie. Sie machte auch ihren Ex-Freund und ehemaligen Geschäftspartner Ramesh „Sunny“ Balwani für den Skandal verantwortlich. Außerdem wurde er im Juli des Betrugs für schuldig befunden. Seine Strafe steht noch aus.

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