“Das mache ich Gott sei Dank nicht mehr”

David Garrett sorgt regelmäßig für Begeisterungsstürme. Im Interview mit T-online verrät er, wie der Stargeiger mit dem Aufruhr um seine Persönlichkeit umgeht.

Heute ist David Garrett ein Star, der Menschen begeistert, die sonst nichts mit klassischer Musik zu tun haben. Einer großen Karriere gingen Lehrjahre voraus. Anstatt wie andere Jugendliche die von MTV angebotene Musik zu hören, wurde Garretts Liebe zur klassischen Musik früh entfacht.

„Für meine Mitschüler war meine Liebe zur klassischen Musik in den ersten Jahren nicht unbedingt ein Problem“, erinnerte sich David Garrett im Gespräch mit t-online. „Aber sie haben natürlich gemerkt, dass ich Geige spiele. Das hat nicht unbedingt einen Begeisterungssturm ausgelöst.“ Er ist froh, dass er noch Geige spielt. Schließlich hat sich der leidenschaftliche kleine Junge zu einem der erfolgreichsten Musiker Deutschlands entwickelt.

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„Im Leben lernt man immer etwas Neues“

Als der Geiger 2007 sein Album „Free“ veröffentlichte, brach eine regelrechte David-Garrett-Hysterie aus. Er trat in berühmten TV-Shows auf, verkaufte Hunderttausende von CDs und war in viele Frauen verknallt. Garrett muss zugeben: „Natürlich hat man den Anfang gesehen und ich habe auch die schönen Dinge genossen und akzeptiert, etwa wenn das Abendessen oder ein Tisch in der Disco frei war. Ich war noch so unerfahren, dass ich das Leuten irgendwann nicht geglaubt habe würde fragen, was ich für sie tun kann. Gott sei Dank mache ich das nicht mehr. Man lernt immer etwas Neues im Leben.“

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Den Druck von Plattenfirmen und Partnern habe er gar nicht mitbekommen – wegen seiner Vergangenheit: „Ich glaube, ich hatte als Kind noch mehr Druck als je zuvor. Insofern war meine Kindheit eine verdammt gute Schule für das, was noch kommen sollte .”

Lange spielte er zu Hause nur klassische Musik

Inzwischen konnte der 42-Jährige Erfolge feiern. Sein 16. Studioalbum „Iconic“ erreichte kürzlich Platz 4 der deutschen Charts.Auf dem Album spricht Garrett über die musikalischen Helden seiner Kindheit. Nach einigen ziemlich groovigen Alben denkt er nicht nur an Idole wie Camille Saint-Saëns, Dmitri Dmitrijewitsch Schostakowitsch und Manuel Ponce, sondern auch an seine eigene Vergangenheit.

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– Fünf Jahre ist es her, seit ich ein Klassik-Album herausgebracht habe, obwohl ich in diesen fünf Jahren natürlich unglaublich viel Klassik gespielt habe, aber nur privat zu Hause, resümiert der Musiker. „Insofern ist es umso spannender, nach dieser langen Pause ein Klassiker-Album herauszubringen, das eingängig ist, aber auch eine gewisse Aussage hat.“ 2023 will er mit diesem Programm auf Tour gehen. Der Geiger sorgt erneut für Begeisterungsstürme.

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