Félix und Leão retten Ronaldo: Portugal besiegt Ghana

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Félix und Leão retten Ronaldo: Portugal schlägt Ghana

Cristiano Ronaldo (l.) brachte Portugal per Elfmeter mit 1:0 in Führung. Cristiano Ronaldo (l.) brachte Portugal per Elfmeter mit 1:0 in Führung.

Cristiano Ronaldo (l.) brachte Portugal per Elfmeter mit 1:0 in Führung.

Quelle: Tom Weller/dpa

Portugal kämpft gegen Ghana, dann schreibt Cristiano Ronaldo Geschichte. Der Superstar feierte den Auftakt seiner WM-Titeljagd.

Cristiano Ronaldo wird von seiner blauen Sitzbank abgelöst. Erst mit dem Schlusspfiff und damit einem spannenden Ende war ein historischer Abend für den portugiesischen Superstar gerettet.

Beim 3:2 (0:0)-Sieg über Ghana hat der kurz vor Schluss eingewechselte Ronaldo nicht nur als erster Fußballer bei fünf Weltmeisterschaften Torschützengeschichte geschrieben, sondern auch den bestmöglichen Start ins Turnier 2017 hingelegt Katar mit seinem portugiesischen Team.

Zwei Tage nach der Trennung von seinem Ex-Klub Manchester United brachte Kapitän Ronaldo sein Team per Foulelfmeter in Führung (65. Minute). Den Ausgleichstreffer von Kapitän Andre Ayew (73.) beantworteten João Félix (78.) und Rafael Leão (80.) mit Toren, bevor Osman Bukari (89.) kurz vor Schluss noch einmal für Ghana traf.

‘Ich weiß nicht was ich sagen soll. Das war natürlich gut, in der zweiten Halbzeit wurde es besser. Es lief gut”, sagte Portugals Trainer Fernando Santos: “Wir haben gut gespielt, wir haben die verdienten Tore geschossen. Wir haben gewonnen, das ist das Wichtigste.“ Torschütze Félix fügte hinzu: „Ich habe der Welt gezeigt, was wir in Portugal können. Wir gehen jetzt gelassener ins nächste Spiel.“

Kurz vor Schluss hielt sich Ronaldo noch einmal ängstlich den Kopf. Portugals Torhüter Diogo Costa startete den Ball in der neunten Minute der Nachspielzeit und verlor den hinter ihm startenden Stürmer Inaki Williams. Der Ghanaer konnte den Ball jedoch nicht kontrollieren und vergab eine Großchance zum 3:3.

Die Ghanaer mit Ex-Bundesligist Otto Addo als Bundestrainer müssen sich in der Gruppe H mit Uruguay und Südkorea verbessern, um in die K.-o.-Runde einzuziehen. Sie erzielten jedoch das erste Tor einer afrikanischen Mannschaft in diesem Turnier. Portugal hingegen trifft am kommenden Montag als Gruppenführer und mit besten Aussichten auf den Einzug ins Achtelfinale auf Uruguay.

Die Herkunft des Führungstreffers ist umstritten: Nach einer leichten Berührung zwischen Ronaldo und dem ghanaischen Verteidiger Mohammed Salisu entschied Schiedsrichter Ismail Elfath aus den USA auf Elfmeter. Der Videoassistent griff nicht ein, Ronaldo war sicher und feierte.

Bei seiner fünften WM-Teilnahme und seinem zehnten großen Turnier in Folge will Ronaldo den letzten noch ausstehenden internationalen Titel holen. Mit Portugal wurden 2016 mehrere Champions-League-Sieger Europameister, Platz vier in Deutschland 2006 war das beste Ergebnis seiner bisher vier WM-Teilnahmen. Auch Eusebios portugiesischer WM-Torrekord (neun Tore) ist mit acht Toren in Reichweite von Ronaldo.

Bereits im Warm-up führte der Kapitän das portugiesische Team mit ernster Miene an. Als die Nationalhymne gespielt wurde, wurde der 37-Jährige bei seinem letzten WM-Turnier emotional und hielt die Tränen zurück. Die portugiesischen Fans unter den 42.662 Zuschauern im 974-Stadion in Doha bejubelten zunächst jede Ballberührung des 37-Jährigen einzeln. Und es war Ronaldo, der sein Team in der ersten Halbzeit hätte in Führung bringen können. Doch Portugals Torschützenkönig zeigte am Ende zunächst eine bemerkenswerte Schwäche.

Nach zehn Minuten verfehlte er den Ball bei der Ballannahme, drei Minuten später verpasste er einen freien Kopfball vor dem Tor. Ronaldos behauptetes Tor nach einer halben Stunde wurde vor dem Ende wegen Foul zurückgepfiffen (31.). Ronaldo, der seit Dienstag vereinslos ist, konnte zunächst keine Werbung in eigener Sache machen. Paris Saint-Germain, Newcastle United, der FC Chelsea oder Klubs in den USA oder Saudi-Arabien gelten als mögliche Interessenten für Ronaldo.

Ghana ist unter Dortmunds talentiertem Trainer Addo mit großen Hoffnungen in die erste Weltmeisterschaft seit 2014 gestartet. Nach einem nervösen Start gegen Portugal wurde Afrika erst in der zweiten Halbzeit mutiger. Der zwischenzeitliche Ausgleich durch Captain Ayew reichte jedoch nicht. In der ersten Halbzeit traf Ghana den Ball überhaupt nicht im gegnerischen Strafraum.

Der Fokus liegt dann auf der Schlussphase. Nach Ronaldos Elfmeter sorgte Ghanas Ausgleichstreffer zunächst für einen Freudensturm bei den großen und ausgelassenen afrikanischen Fans. Aber Portugal gab nicht auf. Bruno Fernandes, der lange nicht im Rampenlicht stand, servierte zweimal perfekt, während Félix und der gerade eingewechselte Leão schnell auf 2:1 und 3:1 trafen. Das Spiel war entschieden, Bukaris Tor, inklusive einer Kopie von Ronaldos üblichem Jubel, kam zu spät.

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