Finanzierungsrunde geplatzt: Independesk sucht neue Geldgeber

Weder Büro noch Homeoffice, sondern ich arbeite immer woanders. Independesk will das ermöglichen. Die wirtschaftlichen Bedingungen erschweren jedoch die Geschäftstätigkeit.

Glaubt immer noch an vielfältigere Jobs: Karsten Kossatz, Gründer von Independesk

Glaubt immer noch an vielfältigere Jobs: Karsten Kossatz, Gründer von Independesk
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Arbeiten am Berliner Fernsehturm. Oder vielleicht ist das Restaurant um die Ecke nicht so exklusiv. All dies kann einfach über die App stunden-, tage- oder wochenweise geplant werden. Möglich machen will das das Berliner Startup Independesk von Gründer Karsten Kossatz. Allerdings gestaltet sich das Geschäft schwieriger als erwartet. Wie Sie dem Registrierungsbescheid entnehmen können, hat Independesk Insolvenz angemeldet und ein vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt.

Kossatz sagte gegenüber Gründerszene, dass die Finanzierungsrunde unerwartet gescheitert sei und sich das Geschäft zuletzt nicht wie geplant entwickelt habe. Aufgrund der aktuellen Krise sind Unternehmen bereit, für solche Luxusartikel oder Vergünstigungen für ihre Mitarbeiter nur sehr wenig zu zahlen. Letztlich zielt Independesk aber genau auf Unternehmen als Kunden ab. Independesk soll irgendwann die Management-Plattform für mobiles Arbeiten sein, inklusive Analytics-Möglichkeiten für Arbeitgeber. Versprechen: Viel Flexibilität durch den Bedarf an bezahlbaren Büroflächen.

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Flexibilität steht nicht mehr im Mittelpunkt des Geschäfts.

Aber Kossatz weiß, dass es eine langfristige Perspektive braucht. Deshalb gebe er die Gründung nicht auf, sagt er, und spreche bereits mit potenziellen Geldgebern. Wie die Start-up-Site von Personen aus dem Umfeld des Unternehmens hörte, war bekannt, dass der primäre Stakeholder schnell gefunden wurde, aber das Gespräch befindet sich noch in einem frühen Stadium.

Der Independence Desk musste vor allem wegen des Marktes einspringen. Die Wirtschaftslage und der Krieg in der Ukraine haben die Prioritäten vieler Unternehmen verändert. Anstatt den Mitarbeitern mehr Flexibilität zu geben, forderten sie die Mitarbeiter manchmal auf, sie in ihre angemieteten Büros zurückzubringen.

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„Insolvenz bedeutet nicht immer persönliches Versagen“

Der ehemalige Werbetreibende Kossatz begann im Januar 2020 mit der Umsetzung seiner Idee mit einem Partner, der das Unternehmen zunächst verließ. Daraufhin trat Uwe Weinreich an seine Stelle und die beiden führen nun gemeinsam das Unternehmen. Kossatz, Mitbegründer der App, sagt, er sei für das Marketing zuständig.

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Carsten Maschmeyer und Georg Kofler investierten in DHDL.

Kossatz finanzierte das Projekt zunächst aus eigener Tasche. Anschließend trat er in der Fernsehsendung Die Höhle der Löwen auf und überzeugte Carsten Maschmeyer und Georg Kofler, mitzumachen. Sie kauften insgesamt 200.000 Euro von Indiependesk mit jeweils 7,5 % Anteilen. Mit diesem Kapital verdoppelte Independesk seine Belegschaft von damals acht Mitarbeitern. Wie viel Kapital Kossatz derzeit benötigt, kann er nicht genau sagen. Doch nun muss er gemeinsam mit Insolvenzverwalter Friedemann Schade innerhalb der nächsten drei Monate einen neuen Geldgeber und ein langfristig tragfähiges Geschäftsmodell finden. Im Rahmen des Insolvenzverfahrens werden die Gehälter der Mitarbeiter während dieser Zeit gesichert.

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Kossatz glaubt weiterhin, dass die Pandemie die Arbeitswelt verwüstet hat. Denn die Tendenz, nicht jeden Tag ins Büro zu gehen und nicht immer in dasselbe Büro zu gehen, gab es schon vorher. Aber die Konformität mit der Masse kam mit Corona. Das Pendeln zur und von der Arbeit wird zu einer wachsenden Quelle der Unzufriedenheit. Kossatz erklärte Gründerszene vor einem Jahr die Gründung des Unternehmens. Daher kann es auch für Arbeitgeber von Vorteil sein, Alternativen anzubieten. Nun muss Kossatz hoffen, dass potenzielle Enterprise-Kunden ihn bald wiedersehen.

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