Juwelenraub in Dresden: Grünes Gewölbe fällt auf Rückkauf-Angebot rein | Regional

Dresden/Antwerpen – Knappe Niederlage auf der Jagd nach den Kronjuwelen Sachsens!

Knapp drei Jahre nach dem spektakulären Einbruch in das Grüne Gewölbe am 25. November 2019 gab die Staatsanwaltschaft am Donnerstag bekannt, dass die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) einem Betrüger 40.000 Euro für ein scheinbares Angebot, einen Teil der Beute zurückzukaufen, gezahlt haben. Das Geld ist weg!

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„Die Staatsanwaltschaft Dresden und das Landeskriminalamt Sachsen ermitteln derzeit gegen einen 54-jährigen Niederländer wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Betrugs“, sagte Oberstaatsanwalt Jürgen Schmidt (47).

Beweissicherung im Grünen Gewölbe nach einem Raubüberfall im November 2019

Beweissicherung im Grünen Gewölbe nach einem Raubüberfall im November 2019

Foto: picture alliance/dpa

Der vorbestrafte Betrüger, der seit März wegen einer anderen Straftat inhaftiert ist, soll im Dezember 2021 Kontakt zu einem bekannten niederländischen Kunstdetektiv gehabt haben.

Der Betrüger gab sich als Diamantenhändler aus Antwerpen aus. Schmidt: „Der beim Einbruch im Grünen Gewölbe gestohlene Bruststern des Polnischen Weißen Adlerordens wurde für 40.000 Euro angeboten.“

Der gebürtige Antwerpener sagte dem Kunstdetektiv, er habe den Adlerorden geprüft und für echt befunden. Er bot an, den Schmuck „gegen Restitution“ zu verkaufen Staatliche Kunstsammlungen Dresden von Verkäufern kaufen möchten“.

Daraufhin kontaktierte der Ermittler die SKD und eine private Initiative, die die Beute zurückholen will. Ihr Anwalt erklärte sich bereit, 40.000 Euro in bar aus privaten Mitteln zu geben.

Der Detektiv und mehrere Agenten trafen sich am 27. Dezember mit dem Betrüger in Antwerpen: „Der Angeklagte gab erneut vor, das Schmuckstück für die SKD kaufen zu wollen. In einem längeren Gespräch zeigte er außergewöhnliche künstlerische Fähigkeiten. Daraufhin entschieden sich die SKD-Vertreter dazu.“ das Geld dem Angeklagten übergeben, um es über die Kunstdetektei zurückzukaufen, wodurch sie trotz seiner Proteste dem Beschuldigten mit dem Geld davonliefen”, resümiert Oberstaatsanwalt Schmidt.

Doch der Täter blieb nicht lange aus. Da er über ein erhebliches und relevantes Vorstrafenregister verfügt und seit März 2022 wegen einer anderen Straftat im Gefängnis sitzt, war seine Identität schnell festgestellt. Das Amtsgericht Dresden erließ im Mai einen vorläufigen Haftbefehl.

Der Angeklagte schweigt zu den Vorwürfen gegen ihn. Was er mit dem Geld gemacht hat, ist unbekannt. Fest steht: 40.000 Euro sind wie Edelsteine ​​verschwunden.

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