Kanadas Leidenschaft nicht belohnt – Belgien siegt glücklich

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Kanadas Enthusiasmus wurde nicht gewürdigt – Belgien gewann glücklich

Der belgische Torhüter Thibaut Courtois (r) rettet den Elfmeter von Kanadas Alphonso Davies (U19). Der belgische Torhüter Thibaut Courtois (r) rettet den Elfmeter von Kanadas Alphonso Davies (U19).

Der belgische Torhüter Thibaut Courtois (r) rettet den Elfmeter von Kanadas Alphonso Davies (U19).

Quelle: Tom Weller/dpa

Kanada zeigte eine sehr mutige Leistung, als es nach 36 Jahren in die Weltmeisterschaft zurückkehrte, aber verlor. Unter anderem, weil Davies vom FC Bayern einen Elfmeter verschoss.

MMit einem verschossenen Elfmeter verpasste Alphonso Davies eine große Chance, eine tapfere kanadische Leistung in der Anfangsphase zu krönen. Auf der anderen Seite musste sich Kanada gegen Altstar Belgien mit 0:1 (0:1) geschlagen geben und erlebte eine schmerzhafte Rückkehr in die WM.

Nach einem bitteren WM-Debüt wurde der kanadische Star Alphonso Davies von seinen Teamkollegen und sogar von einigen belgischen Profis angefeuert, woraufhin der Bayern-Profi sein Gesicht unbequem im Trikot vergrub. 13.361 Tage nach dem letzten WM-Spiel überzeugte Kanada, doch Fenerbahce Istanbuls Michy Batshuayi (44. Minute) sicherte Belgien bei Al-Rajjan den glücklichen achten WM-Vorrundensieg in Folge.

Die starken jungen Kanadier hingegen belohnten sich nicht für ihre mutigen Leistungen und blieben 36 Jahre nach dem letzten WM-Spiel in Mexiko 1986 bei der WM vergeblich und ohne Tor. Chancen auf einen respektablen Erfolg waren vorhanden, doch Bayerns Davies legte einen Handspiel-Foulelfmeter (10.) in die Hände von Belgiens Weltklasse-Torhüter Thibaut Courtois. Trotzdem wurden die Nordamerikaner nach dem Schlusspfiff von der Menge gefeiert.

Belgiens Trainer Roberto Martinez war das egal. „Wir wissen, dass wir nicht gut gespielt haben und uns verbessern müssen. Aber wir haben ein wichtiges Spiel gewonnen“, sagte Martinez. „Ich hätte gerne eine bessere Leistung gesehen. Kanada ist besser als wir. Aber am Ende ist dieser Sieg wichtiger als ein Sieg, bei dem man gut spielt.“

Der kanadische Trainer John Herdman war stolz auf sein Team. „Wir haben eine tolle Leistung gezeigt, aber die drei Punkte haben wir uns verdient. Leider haben wir das verpasst, aber ich bin stolz auf die Leistung. Und wir machen auch die Fans stolz. Wir haben gezeigt, dass wir hier sind.”

Vor 40.432 Zuschauern machte die Eishockey-Nation von Beginn an Dampf. Voller Elan setzte der WM-Rückkehrer Belgien unter Druck. Belgiens in die Jahre gekommene Golden Generation, noch ohne Titel, fand nur schwer ins Spiel und hatte Glück im Elfmeterschießen. Die sambische Schiedsrichterin Janny Sikazwe erkannte ein klares Handspiel von Atlético Madrids Yannick Carrasco erst nach Intervention des Videoschiedsrichters. Der schwache Elfmeter machte Courtoi zum ersten belgischen Torhüter seit 66 Jahren, der bei einer Weltmeisterschaft einen Elfmeter parierte.

Erst dann wachte der Geliebte auf. Jedes Mal, wenn Kevin De Bruyne von ManCity das Tempo erhöhte, wurde es gefährlich. Hinter ihm das Kommando von Eden Hazard von Real Madrid. Der 31-jährige Kapitän bestreitet seinen zwölften WM-Einsatz, obwohl er seit Jahren in Form ist und in dieser Saison erst drei Mal in der Primera División zum Einsatz kam. Hazard rechtfertigte die Zuversicht von Trainer Roberto Martinez jedoch mit einem engagierten Einsatz.

Allerdings ist Belgiens Angriffsspiel noch zu ungenau. Kanada hatte mehr Schüsse aufs Tor, hatte aber auch Pech, nicht zwei weitere Strafen wegen Fouls zu bekommen. Wie so oft rächen sich verpasste Gelegenheiten. Romelu Lukakus Ersatz Batshuayi schlug Kamal Miller von Montreal CF kurz vor der Halbzeit und übernahm mit einem guten Abschluss die Führung zur Halbzeit.

Trotz Führung und zwei Auswechslungen zur Halbzeit – unter anderem trat Dortmunds Thomas Meunier in seinem sechsten WM-Spiel nach einem Jochbeinbruch mit Mundschutz auf – kämpfte Belgien weiter gegen die starken Kanadier. Auch Kapitän Atiba Hutchinson überzeugte in der Innenverteidigung der nordamerikanischen Mannschaft. Der Routinier aus Istanbuls Besiktas wurde nach Roger Milla aus Kamerun zum zweitältesten ausländischen Spieler in der WM-Geschichte. Hutchinson ist am Mittwoch 39 Jahre und 288 Tage alt geworden. Milla wurde 1994 im Alter von 42 Jahren noch bei der Weltmeisterschaft in den USA eingesetzt.

Es war auch der Präsenz des Routiniers im Mittelfeld zu verdanken, dass es kaum zu Entlastungsangriffen aus Belgien kam. Stattdessen hatte der eingewechselte Cyle Larin (80.) per Kopf die große Chance zum Ausgleich, scheiterte aber an Courtois. Der Favorit aus Belgien holte beim Weltcup-Auftakt von Zeit zu Zeit seinen siebten Sieg in Folge, da auch der Kanadier nachgab.

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