Klopp entkommt Sperre: “Das teuerste Gesicht der Welt” | kicker

Trotz einer Roten Karte vermied Jürgen Klopp eine Sperre in der Premier League. Er sah jedoch weder glücklich noch erleichtert aus.

Mimik mit Folgen: Jürgen Klopp hat sich im Heimspiel gegen ManCity lautstark beim Linienrichter beschwert.

Mimik mit Folgen: Jürgen Klopp hat sich im Heimspiel gegen ManCity lautstark beim Linienrichter beschwert.
IMAGO/Shutterstock

Jürgen Klopp hat in der Vergangenheit oft über die teils brutalen Anstoßzeiten in der Premier League geklagt. An diesem Wochenende ist es anders: Der FC Liverpool spielt am Samstagabend um 20.45 Uhr ein unglaubliches Heimspiel gegen Leeds United, und der Trainer freut sich darauf.

„Samstagabend, 19.45 Uhr (englische Zeit, Anm. d. Red.) ist die perfekte Zeit, um Fußball zu spielen“, sagte Klopp am Vortag ohne Ironie. Und das Beste an ihm ist, dass er an der Seitenlinie stehen kann.

Auch Lesen :  Italien: Neues Erdbeben erschüttert Marken: Experten erwarten weitere Aktivitäten - Schulen geschlossen

Seit er vor knapp zwei Wochen beim turbulenten 1:0-Erfolg gegen Meister Manchester City in der Schlussphase die Rote Karte sah, muss Klopp mit einer Sperre für ein Spiel rechnen. Doch nach der Anhörung entschied der englische Fußballverband, der Klopps Verhalten als „unangemessen“ eingestuft hatte, dass er nur eine Geldstrafe von 30.000 Pfund (rund 35.000 Euro) verhängen dürfe.


Aus etwas Abstand und mit einem anderen Gesicht muss das, was ich sage, in Ordnung sein.


Anders als in der Bundesliga – und anders als Spieler – werden Premier-League-Trainer nach einem Platzverweis nicht automatisch gesperrt. “Soll ich gesperrt werden? Ich weiß es nicht”, fragte Klopp und antwortete am Freitag. “Ich war noch nie in dieser Situation, ich habe noch nie eine rote Karte gesehen. Soweit ich weiß, hatte ich noch nie eine gelbe Karte.”

Auch Lesen :  Eilentscheidung des Berliner Verwaltungsgerichts: Sperrung der Friedrichstraße für Autos rechtswidrig

Als Trainer von Borussia Dortmund in der Champions League habe er einst eine Sperre in der Kolumne “nach einer ganz ähnlichen Situation” bekommen, dort seien die Regeln aber “scheinbar etwas anders”. Er sei jedenfalls “nicht glücklich oder erleichtert oder so”, dass er diesmal ohne Sperre davongekommen sei. “Ich warte nur auf den Elfmeter.”

Auch Lesen :  Wissenschaftliche Organisationen gründen internationale Gruppe zur Förderung der ukrainischen Wissenschaft und zur Unterstützung von Forschern; Breakthrough Prize Foundation stellt 3 Millionen Dollar zur Verfügung

Nach einem ungestraften Foul an Mohamed Salah stürmte Klopp aus seiner Coaching-Zone und gab dem direkt neben der Szene stehenden Linienrichter mit wütendem Blick seine Meinung kund. Danach sah er die Rote Karte als berechtigt an, stellte aber jetzt auch klar: „Aus etwas Abstand und mit einem anderen Gesicht ist das, was ich gesagt habe, wirklich gut.“

Deshalb bezeichnete er sein Gesicht als „das teuerste der Welt“. Immerhin: “Ich habe gehört, dass das Geld in etwas Gutes investiert wird. Das ist gut so.”

Source

Leave a Reply

Your email address will not be published.

In Verbindung stehende Artikel

Back to top button