Konferenz soll Schutz von Wildtieren und Pflanzen verbessern | Wissenschaft

Schutzanträge für Haie, Glasfrösche und Flusspferde, aber auch für Elefanten und Orchideen liegen auf dem Tisch: In Panama haben am Montag (Ortszeit) Vertreter aus 184 Ländern mit oft gegensätzlichen Interessen die Artenschutzkonferenz Cites ins Leben gerufen, die es zu schützen gilt freilebende Arten vor Raubbau durch internationalen Handel.

Bei der Eröffnung wurde dazu aufgerufen, mehr lokale Gemeinschaften, Jugendliche und Frauen in die Bemühungen einzubeziehen. Darüber hinaus sollte die Last der Finanzierung nicht allein den Ländern überlassen werden, in denen Wildarten leben, sagte Cites-Generalsekretärin Yvonne Higuero. Am Dienstag sollen Debatten über den Schutz von Meerestieren beginnen.

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„Die Vorteile des Artenschutzes sind global, aber die Kosten werden lokal getragen“, sagte Higuero. Sie müssen innovativ agieren und neue Finanzierungsquellen erschließen, auch private. Bei der Konferenz steht viel auf dem Spiel – und zwar nicht nur für zukünftige Generationen, sondern in den kommenden Monaten und Jahren. Laut Higuero beeinträchtigen Raubbau und illegaler Handel die Ökosysteme und die Biodiversität.

Gewährleistung eines nachhaltigen Handels

Mehr als 2500 Delegierte, Experten und Vertreter von Nichtregierungsorganisationen werden an dem Treffen bis zum 25. November teilnehmen. Cites ist eine 1973 in Washington unterzeichnete Konvention zur Gewährleistung eines nachhaltigen Handels mit wilden Tieren und Pflanzen. Die Vertragsstaaten treffen sich alle drei Jahre. 52 Vorschläge zum besseren Schutz von 600 Wildarten sollen in Panama diskutiert werden.

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„Die Cites-Konferenz beginnt genau an der Schwelle zur Artenkrise aller Zeiten. „Seit 1970 sind die beobachteten Populationen von Säugetieren, Vögeln, Fischen, Amphibien und Reptilien um durchschnittlich 69 Prozent zurückgegangen“, sagte Rebecca Gerigke, Sprecherin des WWF Deutschland, in Panama. „Deshalb brauchen wir auf der Konferenz dringend Beschlüsse, um Arten besser vor Raubbau zu schützen.“ Auch die Durchsetzung von Handelsvorschriften muss verbessert werden.

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Daniela Freyer, die im Auftrag der Tierschutzorganisation Pro Wildlife an der Cites-Konferenz teilnimmt, ist zuversichtlich, dass in Panama gute Ergebnisse erzielt werden können: „Ich denke, dass es definitiv Fortschritte geben wird, weil die meisten Themen diskutiert werden, wenn sie diskutiert werden über besseren Artenschutz.”

Der Handel mit 38.000 Arten, einschließlich ihrer Produkte, ist bereits durch Cites verboten oder streng reguliert. Viele Wildtierarten werden jedoch weiterhin illegal gehandelt, unter anderem für Elfenbeinschnitzereien, angebliche Delikatessen aus Haiflossen, Medizin aus gemahlenem Nashorn und Tigerfellteppichen.

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