München: Regionalliga-Derby-Abbruch – Polizei stürmt Bayern-Fanblock – München

Tatsächlich gab es am Samstagnachmittag ein interessantes Lokalliga-Derby: Die U23 des Rekordmeisters FC Bayern München war zu Gast bei Türkgücü München, das Spiel sollte auf der Anlage des SV Heimstetten stattfinden. Aber der Ball ging zwei Minuten lang nicht. Zu Beginn des Spiels hing ein Banner der Bayern-Anhänger mit der Aufschrift „Bayern Fan Club Kurdistan“. Die Polizei stürmte daraufhin das Gästehaus und setzte Schlagstöcke und Pfefferspray ein.

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Während Türkgücü-Fans auf Twitter jubeln, werfen Bayern-Anhänger der Polizei einen völlig verpatzten Versuch vor. „Zum Glück ist nichts weiter passiert“, sagte einer im Fanblock. Auch ein Kind wurde offenbar durch die Pfefferspray-Wolke verletzt – ebenso wie acht Bayern-Fans. Vier von ihnen mussten ins Krankenhaus, teilte die Polizei mit. Nach Angaben eines Polizeisprechers wurden auch 10 Polizisten „bei der Ankunft“ leicht verletzt, sind aber noch arbeitsfähig.

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Anders als Türkgücü-Anhänger sagen, ist die Drahtfahne keine Reaktion auf den Terroranschlag in Istanbul: Sie ist schon lange da, Bayern-Anhänger haben sie in der Vergangenheit aufgehängt. Das bestätigt auch die Polizei. Es heißt, die Fans von Türkgücü hätten vor dem Spiel gewusst oder zumindest geahnt, dass diese eingezäunte Fahne auch zum Spiel in Heimstetten kommen würde.

Befürworter machen die Polizei für die schnelle Eskalation der Situation verantwortlich

Allerdings wollte der Klub, diesmal die Heimmannschaft, von seinem Aufenthaltsrecht Gebrauch machen und die Hinrichtung verhindern, was Bayern-Fans bereits bekannt sein sollen. Ein Freund des FC Bayern erklärte der SZ, dass der Zusammenhang mit den Anschlägen in Istanbul nie gefunden wurde. Dass die Situation so schnell und unmittelbar nach Beginn des Lokalliga-Derbys so schnell eskalierte, haben die Anhänger des FC Bayern nur der Polizei zuzuschreiben.

Eskalation bei einem Bezirksliga-Derby: Polizisten mit Helmen und Pfefferspray sprühen auf, um den Fanblock plötzlich mit Schlagstöcken zu bewerfen.

Polizisten, die Helme tragen und Pfefferspray versprühen, scheinen plötzlich mit Schlagstöcken gegen den Fanblock vorzugehen.

(Foto: Mladen Lackovic/IMAGO)

Seitens der Polizei kam es jedoch, weil sie einen Konflikt verhindern wollte – zwischen Anhängern, die mit den Kurden sympathisieren, und denen, die den Verein mit der türkischen Flagge am Trikot unterstützen, zu einem Konflikt. Das fragliche Banner wurde offenbar vom gastgebenden Verein verboten und war zuvor nicht von Bayern-Fans registriert worden. Es wurde sofort nach dem Pfiff geöffnet. Daraufhin habe es “laute und sehr emotionale Reaktionen” der Türkgücü-Fans gegeben. Die Verantwortlichen der Heimmannschaft versuchten, das Banner zu entfernen, wurden jedoch von Bayern-Anhängern gewaltsam blockiert. Der Sprecher berichtet, dass die Polizei nur darauf eingegriffen habe.

Das Ziel der Polizei: „Zuerst den Anstieg stoppen“

Als die geschlossene Einheit aufmarschierte, hielten die Bayern-Fans buchstäblich ihre Transparente hoch. Der Schiedsrichter unterbrach das Spiel nach zwei Minuten und schickte die Spieler nach fünf Minuten in die Umkleidekabinen. Doch weil das Transparent nicht mehr zu sehen war, reichte es den Türkgücü-Vertretern nicht. „Um eine Eskalation zu vermeiden“, beschloss die Einsatzleitung dann, so ein Polizeisprecher, das Banner vom Stadion zu entfernen. Zunächst habe man versucht, „dieses Problem mit Kommunikation zu lösen“. Als dies fehlschlug, wurde mit „dringendem Druck“ gedroht. Die Bayern-Fans weigerten sich jedoch weiterhin, das beleidigende, rund sieben Quadratmeter große Kleidungsstück aus dem Stadion zu entfernen oder der Polizei zu übergeben.

Ein Polizeisprecher sagte am Sonntag: „Man kann davon ausgehen, dass er erneut untersucht wird.“ Dann beschloss die Einsatzleitung einzutreffen. Ein Video zeigt Polizisten mit Helmen, die Pfefferspray versprühen und plötzlich mit Schlagstöcken auf den Fanblock einschlagen. Schreie wie “Kuhschweine!” sind zu hören. Eine andere Sequenz zeigt, wie ein Beamter wiederholt mit einem Schlagstock auf einen am Boden liegenden Mann einschlägt – unklar ist, was vor dem Tatort passiert ist. Die Polizei sprach am Sonntag von „massivem Widerstand besorgter FC-Bayern-Fans“.

Der Polizei gelang es schließlich, das Transparent zu beschlagnahmen. Nach Angaben eines Polizeisprechers vom Sonntag stellt das Banner strafrechtlich “keine illegalen Stellen” dar. Und es ist möglich, dass der “Kurdistan Fan Club” – im Irak – in Bayern registriert ist. Das nie zustande gekommene und nach einer Dreiviertelstunde endgültig vom Schiedsrichter abgebrochene Spiel führte jedoch zu weiteren Ermittlungen: wegen Körperverletzung, Landfriedensbruch und Sachbeschädigung gegen Bayern-Fans. Aber die Polizei, so das Präsidium, werde den Einsatz “überwachen” – ob es Alternativen gebe. Auch interne Ermittler der Landespolizeidirektion können hinzugezogen werden. Laut einem Sprecher des Präsidiums handelt es sich bei Vorwürfen gegen Polizisten um ein “normales Verfahren”.

Ein Ausscheiden aus dem Spiel kann laut Verband „in keiner Weise im Sinne des Fußballs sein“.

In Türkgücü München macht man sich Sorgen um die Entwicklung der Dinge. Zur SZ-Frage stellte Präsident Taskin Akkay zudem klar, dass die Erhöhung seiner Meinung nach leicht hätte verhindert werden können. Schon nach dem Hinspiel war sein Unmut über den FC Bayern offensichtlich, schon wurde vermutet, dass das Banner auch beim Heimspiel von Türkgücü in Heimstetten zum Einsatz kommen würde. Den Verantwortlichen des FC Bayern wurde klar gesagt, dass keine unerlaubten Transparente ins Stadion gelassen würden. Trotz der Durchsuchung der Leiche wurde die Drahtfahne illegal beschlagnahmt.

Akkay wollte sich zu den Polizeieinsätzen nicht äußern, der Eingriff sei aber gerechtfertigt. Türkgücü München war wirklich froh, in diesem Kalender fast ein Stadion für die verbleibenden Heimspiele zu finden. Der Absteiger der dritten Liga hat einen begrenzten Heimspielcontainer nur für das Grünwalder Stadion. Für Bayern-Trainer Holger Seitz war es eine enttäuschende Rückkehr. Der 48-Jährige, der das Team zwischen 2018 und 2021 zweimal trainierte, übernahm vor wenigen Tagen Martin Demichelis, der der nächste Trainer von River Plate in Argentinien sein wird.

Der Bayerische Fußball-Verband, der für die Regionalliga zuständig ist, gab auf seiner Website eine kurze Stellungnahme ab. „Dass der Spielbetrieb abgebrochen wurde, ist in keiner Weise im Interesse des Fußballs – auf unseren Plätzen ist kein Platz für Gewalt jeglicher Art! Ein weiterer Veranstaltungsbereich ist den Sportplätzen vorbehalten“, sagte Jürgen Igelspacher. Der Direktor des BFV war als Zuschauer dabei.

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