Privates Busgewerbe bis Freitag erneut im Streik | NDR.de – Nachrichten

Stand: 24.10.2022 05:00

Ab heute befinden sich die privaten Busunternehmen im Norden wieder im Warnstreik. Das hatte die Gewerkschaft ver.di gefordert. Dies folge “dem weiteren tarifvertraglichen Nichterscheinen des Arbeitgebers”, sagte ver.di-Sprecher Schischefsky am vergangenen Freitag. Der Streik wird voraussichtlich bis Freitag (28. Oktober) andauern.

Der Nordische Busverband (OVN) hatte eine ursprünglich für Dienstag, den 25. Oktober geplante Verhandlungsrunde abgesagt, nachdem ver.di einen Warnstreik angekündigt hatte. „Wir verhandeln nicht an Streiktagen“, sagte OVN-Verhandlungsführer Klaus Schmidt. Ver.di habe den Warnstreik an diesem Tag bewusst ausgesetzt, sagte Schmidt und fügte hinzu: “Wir suchen nach einer Lösung.” Das ist ver.di, nicht der Busverbund.

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Der Warnstreik betreffe insbesondere den Fahrgast- und Schülerverkehr, sagte der Geschäftsführer der Tochtergesellschaft Deutsche Bahn Autokraft, Daniel Marx. Ver.di hatte zuletzt eine Gehaltserhöhung von 1,95 Euro pro Stunde und die Zahlung des Jahresbeitrags von der GUV/Fakulta, einem Solidaritätsfonds für Beschäftigte, gefordert.

DAS AUDIO: Das private Busgewerbe hat wieder zugeschlagen – zum Schuljahresbeginn (1 min)

Reklamationen würden zu höheren Personalkosten führen

Diese Auflagen würden nach Angaben der Deutschen Bahn zu einem massiven Anstieg der Personalkosten führen. Die Forderungen von ver.di ließen die “Herausforderungen von Autokraft und den auch von OVN vertretenen Kontraktoren im schwierigen Ausschreibungswettbewerb völlig außer Acht”, so Marx weiter.

Eltern sind sauer

Auch Schulbusse sind vom Streik betroffen. Das sorgt bei vielen Eltern für Unzufriedenheit, so Elternsprecher Ingo Dwinger vom Kreis Segeberg: „Genau in der ersten Woche nach den Herbstferien, wenn der Alltag tatsächlich wieder anläuft.“ Trotz eines allgemeinen Verständnisses für einen Streik wünsche er sich von der Gewerkschaft ver.di mehr Urteilsvermögen über den Zeitpunkt, sagte Dwinger. Eltern müssten nun wieder Fahrgemeinschaften organisieren, im schlimmsten Fall könnten die Schüler gar nicht zur Schule kommen.

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Die frühere Entwicklung des Lohnstreiks

Ein Bus der Kieler Verkehrs Gesellschaft (KVG) mit Verdi-Plakaten blockiert die Einfahrt zum Busbetriebshof.  © dpa-Bildfunk Foto: Carsten Rehder

Die Busfahrer des Landes brauchen noch gute Nerven: Ver.di hat seine Mitglieder aufgerufen, ab Dienstag wieder zu streiken. Nach

Ein Bus der Firma Autokraft steht hinter einem Schild mit der Aufschrift "Warnstreik".  © picture alliance / dpa Foto: Carsten Rehder

Busse privater Unternehmen sollen bis Freitagabend nicht fahren. Statt neuer Tarifverhandlungen demonstrierten Beschäftigte am Montag in Kiel. Nach

Leere Bushaltestellen in Rendsburg.  © Daniel Friederichs Foto: Daniel Friederichs

Tag 2 des Streiks der privaten Busunternehmen in SH: Wieder einmal sind vor allem Verbindungen im Land ausgefallen. Am Morgen gab es eine Demonstration. Nach

Ein Bus der Firma Autokraft steht hinter einem Schild mit der Aufschrift "Warnstreik".  © picture alliance / dpa Foto: Carsten Rehder

Der zweitägige Warnstreik im privaten Busgewerbe dauert bis zur Betriebseinstellung am Samstag. Nach

Dieses Thema auf der Tagesordnung:

NDR 1 Welle Nord | Neues für Schleswig-Holstein | 24.10.2022 | 6.00

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