Schalkes historische Krise: Rekord nach 41 Jahren

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Schalkes historische Krise: Rekord nach 41 Jahren

Hat einen harten Job: Schalke-Trainer Thomas Reis. Hat einen harten Job: Schalke-Trainer Thomas Reis.

Hat einen harten Job: Schalke-Trainer Thomas Reis.

Quelle: Carmen Jaspersen/dpa

35 Auswärtsspiele ohne Sieg – das hatte vor Schalke 04 nur ein Klub in der Bundesliga-Geschichte geschafft. Das 1:2 in Bremen ist noch ein kleiner Schubs für den Tabellenletzten.

EWahrscheinlich gibt es nur eines, was Bundesliga-Profis mehr ärgert, als ein Spiel nach dem anderen zu verlieren: Wenn der Gegner erst Punkte kassiert und dann den Verlierer freundschaftlich lobt.

„Ehrlich gesagt finde ich Schalke sehr gut“, sagte Werders Mitchell Weiser am Samstagnachmittag. Oder: „Ich muss Schalke meinen Respekt aussprechen“, wie Bremens Kapitän Marco Friedl etwas unbeholfen sagte.

Die Spieler des FC Schalke 04 konnten ihm nichts kaufen. Denn die 1:2 (0:1)-Niederlage bei Werder Bremen ging als achte Pflichtspielniederlage in Folge in die Statistik ein und markierte mehr noch den traurigen Bundesliga-Rekord, den der Karlsruher SC in den letzten 41 Jahren und drei Monaten aufgestellt hat. allein: 35 Auswärtsspiele ohne Sieg.

In den letzten beiden Partien vor der WM-Pause bei Mainz 05 (Mittwoch, 20.30 Uhr/Sky) und gegen den FC Bayern München (Samstag, 18.30 Uhr/Sky) konnte der Tabellenletzte nur knapp den Rückstand aufholen. Abstiegsplätze zu verlieren. „Wir sind mit sechs Punkten Tabellenletzter. Aber es ist noch etwas möglich. Das ist eine besondere Aufgabe, die nicht einfach ist», sagte der neue Trainer Thomas Reis im ZDF «Sportstudio».

Werder und Schalke sind in letzter Zeit größtenteils im Gleichschritt gegangen. 2021 stiegen beide aus der Bundesliga ab, ein Jahr später kam es nach turbulenten zwölf Monaten in der zweiten Liga wieder zusammen. Seitdem gingen die Entwicklungen jedoch weit auseinander. Nach Toren von Niclas Füllkrug (30. Minute), Marvin Ducksch (76.) und Dominick Drexler (89.) trennen die beiden Teams nun 15 Punkte und 11 Tabellenplätze.

„Es ist ein Vorteil, dass Werder Bremen die Mannschaft nach dem Aufstieg zusammenhalten kann. Sie sind gut trainiert, die Euphorie können sie mitnehmen», sagte Reis am Samstagnachmittag. Zwei Torschützenkönige wie Füllkrug und Ducksch, dazu eine klare Spielidee und eine Arbeitsachse mit Nationalspielern wie Jiri Pavlenka und Milos Veljkovic: All das hat Schalke nicht zu bieten.

Andererseits: Nach dem Trainerwechsel von Frank Kramer zu Thomas Reis muss der Verein in den kommenden Wochen auch einen neuen Sportdirektor und neue Spieler finden, um Qualitätsprobleme in allen Mannschaftsteilen zu lösen. Und das alles vor dem mittlerweile für Schalke typischen Hintergrund, dass der Verein eigentlich kein Geld dafür hat und in diesem Sommer 15 Spieler geholt und 22 verloren hat.

Schließlich spielt die untere Hälfte des Spielplans eigentlich besser und organisierter, seit Reis am 27. Oktober die Traineraufgaben von Frank Kramer übernommen hat. „Wir haben heute gezeigt, dass die Mannschaft bundesligafähig ist“, sagte der Ex-Bochumer nach teilweise überzeugenden Leistungen in Bremen. „Ich habe der Mannschaft direkt gesagt: Das muss der Standard sein. Ohne ginge es nicht.”

Der tschechische Nationalspieler Alex Kral sagte am Samstagabend jedenfalls: „Wir verbessern uns.“ In den Spielen gegen Mainz 05 und Bayern München habe er an „vier Punkte gedacht. Und ich denke, wir haben wirklich eine Chance, diese Punkte zu holen.”

Bisher wurde der 24-Jährige von vielen Schalker Spielern verdächtigt, weil seine Lebenserfahrungen in Moskau und London, darunter in sozialen Netzwerken gepostete Bilder seines Lamborghini, beim Gelsenkirchener Arbeiterklub nicht gut ankamen. Aber in Bremen war Kral einer der besten Schalker. Und ein wenig Unachtsamkeit kann dem Team in dieser schwierigen Situation schaden.

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