Stars trauern um verstorbenen Kollegen

Die Wiederbelebung von "RTL am Samstagabend" überzeugte durchweg.

„RTL Saturday Night“ war durchweg überzeugend.Foto: RTL/Willi Weber

Jürgen Winzer

Es könnte auch peinlich sein. Aber das war es nicht. Und umgekehrt. Nach „RTL Saturday Night – Das große Wiedersehen“ können Sie – als Fan von skurrilem Humor, skurrilen und subversiven Witzen, manchmal sinnlos erscheinendem Exzess-Blödsinn; Als Fan der legendären ersten großen Comedy-Serie des deutschen Fernsehens (1993-1998) hoffe ich nur, dass Showrunner Hugo Egon Balder nicht sein letztes Wort hält.

Balder, damals zusammen mit Jacky Dreksler Produzent der Comedy-Serie, reimte am Ende des Wiedersehens: „Fast 30 Jahre ist es her seit dem RTL-Samstagabend. Heute waren wir wieder hier, niemand hätte es geglaubt. Wir sind was.“ Zittern, alle Glieder schmerzen. Aber egal, in 30 Jahren sehen wir uns hier wieder.

Hoffe es klappt schneller. Vielleicht sogar in Verbindung mit einem Serientreffen? Es gibt Potenzial.

„Die Bretter holen wir auch zurück, das tut jetzt nicht weh“

Damals machte Balder “Tutti Frutti”, eine barbusige Obstshow (1990-1993). „Nebenbei“ entdeckte er die verrückten jungen Künstler: Esther Schweins, Tanja Schumann, Stefan Jürgens, Wigald Boning, Olli Dittrich und Mirco Nontschew und machte sie zu festen Casts von „RTL Saturday Night“. Tommy Krappweis trat 1995 der Chaos-Comedy-Gruppe bei, Mark Weigel erhielt nach seinem Beitritt 1997 nur eine zusätzliche Staffel, bevor die Show ihre Pforten schloss.

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Natürlich ist ein Wiedersehen ein zweischneidiges Schwert. Sie kennen das von Ihren eigenen Klassentreffen. Torsten Sträter erwähnte bereits in seiner Eröffnungsrede, dass die aktuelle Nostalgiewelle auch unnötige „Untotensendungen“ wegspült. Aber laut Sträter hat entweder „jemand von RTL gedacht „Die Bretter holen wir auch zurück, das tut jetzt nicht weh“oder diese Person hatte eine großartige Idee.

Ein neuer Hit für „Die Doofen“?

Balder und seine Hauptkomiker haben sich alle Mühe gegeben, um sicherzustellen, dass dies nicht zu einer sentimentalen, unangenehmen Rezension ihrer eigenen Höhepunkte wird. Das ist auch gut so, denn durch die Dreharbeiten zu neuen Fortsetzungen der Klassiker hauchte die Crew den skurrilen Teilen vergangener Zeiten neues Leben ein. Kult lädt aktiv nach.

Es gab „Neues vom Spocht“ (Olli Dittrich: „Bayerns Huhn bleibt Tafelpapageien“), und zusammen mit Wigald Boning präsentierte Dittrich einen neuen Hit aus „Die Doofen“. “Crocodiles in Autumn” (“Cold Temperature, but ach Stupid”) präsentierte ein nettes Duo in Bestform. Trotzdem ist es unwahrscheinlich, dass es Platz 1 erreicht, da “Mief (Take me now if I’m stinking)” 1995 vergeben wurde.

Und natürlich gab es „Two Chairs, One Opinion“, in dem Dittrich den alternden (und gerade aus dem Gefängnis entlassenen) Nachbarschaftsboss Mike Hansen spielte. Beinhaltet ein Hörgerät und ein neues Hobby (Keramik).

Darf ich dich anstupsen? Aber Latein! In der neuen Folge „Kentucky schreit Fick“ mit Jürgens und Schumann löste Ghekentast Dittrich an der Bheke die Schreibweise von Scheiße und wusste, dass übernudelte Backen professionell „Fenne al Porno“ hießen. Es lebe die buchstabenübergreifende Buchhaltung!

Für alle gab es „das Leben nach dem RTL-Samstagabend“.

Dem Team ist es gelungen, die richtige Balance zwischen Kult damals und heute zu finden. Es gab bewunderte Aufnahmen aus dieser Zeit, jeder konnte kurz skizzieren, wie das „Leben nach RTL-Samstagabend“ seiner Meinung nach aussah. Und siehe da, so Balder: „Trotz RTL-Samstagabend kann man noch was werden.“

Comedy-Gäste aus der Vergangenheit, die auf der „RTL Saturday Night“-Bühne ein Sprungbrett fanden, kehrten zurück. Atze Schröder, dessen Gags genauso vertraut aussahen wie die Perücke, ein dankbarer Ingo Appelt („Ohne ‚RTL-Samstagabend‘ hätte es nie einen dreckigen Appelt gegeben“) und – das Highlight – Markus Maria Profitlich kehrten dankbar an seine alte Wirkungsstätte zurück.

Profitable, bei dem 2017 Parkinson diagnostiziert wurde, lachte locker über seine Krankheit („Wie heißt das Lieblingsmusikinstrument für Menschen mit Parkinson? Eine Belastung natürlich!“). Die neue Comedy-Generation vertrat Tahnee („Große Ehre für mich!“). Er war ein Jahr alt, als „RTL Saturday Night“ am 6. November 1993 Premiere feierte.

Mirco Nontschew ist tot – aber schon unsterblich

Damals: Wigald Bonings Bericht über die Reproduktion von Regenschirmen. Diesmal erzählte er, wie es dem Baby-Regenschirm der Vergangenheit (“Sie nennen ihn Tots”) ergangen ist: Er ist zu einem hübschen Sonnenschirm herangewachsen! Aber leider wird er im Biergarten missbraucht. Boning befreite ihn schnell aus seinem Betongerüstgefängnis und ließ ihn frei.

Nicht dort, aber überall: Esther Schweins und Stefan Jürgens gedenken ihres toten Kollegen Mirco Nontschewä.

Nicht dort, aber überall: Esther Schweins und Stefan Jürgens gedenken ihres toten Kollegen Mirco Nontschewä.Foto: RTL/Willi Weber

Der zweite Teil der ersten Stunde kann nicht zurückgegeben werden. Mirco Nontschew (Balder: „Vielleicht der Talentierteste von allen“) starb 2021, nur wenige Tage nachdem die Reunion-Show bei einer Versammlung beschlossen worden war. Nontchev war nicht da, aber allgegenwärtig. Am Ende wurde nicht nur vor Freude gelacht, sondern auch vor Traurigkeit geweint.

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