US-Notenbankchef Jerome Powell löst Kursrallye aus

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Moderatere Zinserhöhungen – US-Notenbankchef Jerome Powell heizte die Rally an

Jerome Powell: 'Zeit für eine moderate Zinserhöhung könnte bereits bei der Sitzung im Dezember sein' Jerome Powell: 'Zeit für eine moderate Zinserhöhung könnte bereits bei der Sitzung im Dezember sein'

Jerome Powell: ‘Zeit für eine moderate Zinserhöhung könnte bereits bei der Sitzung im Dezember sein’

Quelle: REUTERS

Der Chef der US-Notenbank, Jerome Powell, hat für die Zukunft kleinere Zinserhöhungen angekündigt. Powells Rede kam an der Wall Street gut an und verhalf dem US-Aktienmarkt zum Aufschwung.

KDer Vorsitzende der US-Notenbank, Jerome Powell, hat am Mittwoch den US-Aktien Platz gemacht. Der Leitindex Dow Jones Industrial stieg um 2,18 Prozent auf 34.589,77 Punkte und erreichte damit den höchsten Stand seit gut sieben Monaten. Unter anderem hat Powell angedeutet, dass der Dezember die Zeit für eine moderatere Zinserhöhung sein könnte. Die Fed hat die Zinsen zuvor kräftig um 0,75 Prozentpunkte angehoben. Kurz vor Powells Aussage war der Dow noch im Minus.

Noch stärker stiegen die Kurse an der Hightech-Börse Nasdaq. Die dort gelisteten Wachstumswerte gelten als primär zinsabhängig. Wenn die Zinsen weniger stark steigen, steigt die Chance auf höhere Bewertungen für Tech-Aktien an der Nasdaq. Der Nasdaq 100 stieg um 4,58 Prozent auf 12.030,06 Punkte. Aber auch im Dow waren die drei Tech-Giganten Apple, Microsoft und Salesforce die größten Gewinner. Der gesamte S&P 500 stieg um 3,09 Prozent auf 4080,11 Punkte.

„Die Zeit, die Zinserhöhungen zu reduzieren, könnte bereits bei der Sitzung im Dezember kommen“, sagte Fed-Chef Powell in Washington. Die Inflation, die Hauptursache für Zinserhöhungen, war in den letzten Monaten relativ schwach. Analyst Pablo Villanueva von UBS merkte an, dass Powell die Formulierung zu Zinsspitzen, den erwarteten Zinsspitzen, abgemildert habe.

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Auf ihrer jüngsten Sitzung Anfang November hat die Fed ihren Leitzins zum vierten Mal in Folge kräftig um 0,75 Prozentpunkte angehoben. Die Fed hat den Leitzins in diesem Jahr bereits von nahe null auf 3,75 bis 4,0 Prozent angehoben. Die Mehrheit der Finanzmärkte erwartet, dass die Fed ihren Leitzins Mitte Dezember um 0,50 Prozentpunkte anhebt.

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Die Inflation hat sich in den letzten Monaten bereits etwas abgeschwächt. Im Oktober fiel die jährliche Inflationsrate auf 7,7 Prozent. Im Juni erreichte er mit 9,1 Prozent noch ein 40-Jahres-Hoch.

Mit dem Gewinn an diesem Mittwoch hatte der Dow im November einen respektablen Börsenmonat: Der Index stieg um fast sechs Prozent – ​​nach einem stärkeren Oktober. Der Nasdaq 100 stieg im November parallel zum Dow.

Biogen profitiert von neuen Studiendaten

Boeing-Aktien stiegen um 2 Prozent. Insidern zufolge kann der Flugzeughersteller bei der angedrohten Zulassung von zwei Versionen des Jets 737 Max auf einen Kompromiss mit dem Gesetzgeber hoffen.

Laut den Quartalszahlen vom Labor Day stieg die Aktie um 12,6 Prozent. Der Anbieter cloudbasierter Buchhaltungs- und Personalsoftware ist optimistischer geworden und hat zudem ein neues Aktienrückkaufprogramm angekündigt. Auf der anderen Seite wurde die Aktie von Crowdstrike mit einem Kursverlust von fast 20 Prozent bestraft. Vom Umsatzziel für das laufende Quartal zeigte sich der Cyber-Security-Experte enttäuscht.

Die Pharmaunternehmen Amgen, Janssen und Sanofi verhandeln derzeit über eine Übernahme mit dem irischen Arzneimittelhersteller Horizon Therapeutics. Das half dem Aktienkurs um fast 27 Prozent zu steigen. Horizon ist auf Entzündungen und seltene Krankheiten spezialisiert.

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Biogens Papier profitierte von neuen Studiendaten zum Alzheimer-Medikament Lecanemab und wurde um 4,7 Prozent teurer. Das Medikament, das kürzlich an der Börse als möglicher Durchbruch gefeiert wurde, zeigte in klinischen Studien positive Ergebnisse. Allerdings werden auch Todesfälle mit der Droge in Verbindung gebracht.

State-Street-Aktien stiegen um 7,8 Prozent. Auf eine Übernahme der New Yorker Privatbanksparte Brown Brothers Harriman verzichtete der Vermögensverwalter wegen regulatorischer Hürden. Die Aktionäre von State Street reagierten erleichtert.

Hewlett Packard Enterprise stieg um 4,3 Prozent. Das IT-Unternehmen übertraf mit seinen Quartalszahlen die Erwartungen und gab auch für das laufende Quartal einen hervorragenden Umsatzausblick.

Laut Aussage des Fed-Chefs geriet der US-Dollar im New Yorker Devisenhandel unter Druck, der Euro stieg und notierte zuletzt bei 1,0408 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte zuvor den Referenzkurs auf 1,0376 US-Dollar festgelegt. Daher hat der Dollar 0,9637 Euro gekostet.

Mit der Aussicht auf nicht so stark steigende Leitzinsen stiegen die Kurse der US-Staatsanleihen. Der Futures-Kontrakt auf zehnjährige Anleihen (T-Note Future) legte um 0,47 Prozent auf 113,25 Punkte zu. Im Gegenzug sank die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihen auf 3,66 Prozent.

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