Weshalb Ihr Arbeitgeber Ihnen nicht die 3000 Euro Inflationsprämie zahlt – Wirtschaft

Ab Ende Oktober konnten Arbeitgeber ihre Mitarbeiter mit steuer- und gebührenfreien Inflationsprämien von bis zu 3.000 Euro unterstützen. Viele Unternehmen müssen das Angebot jedoch noch annehmen und werden dies voraussichtlich auch nicht tun. Warum zahlen Arbeitgeber nicht auch eine Inflationsprämie?

Nur wenige Unternehmen zahlen eine Inflationsprämie.

Kurz nach der Ankündigung der Bundesregierung warnte Arbeitgebervertreter Rainer Dulger in einem Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) vor zu hohen Bonuserwartungen. „Viele Unternehmen würden ihren Mitarbeitern ein einmaliges Gehalt in beliebiger Höhe zahlen, können dies aber nicht, weil sie an enorm gestiegenen Energiekosten ersticken.“

Auch Lesen :  Metaverse bietet viel Potenzial für Firmen

Bisher haben nicht viele Unternehmen tatsächlich Boni gezahlt. „Ich kann Ihnen sagen, dass es keine Welle von Arbeitgebern gibt, die bereit sind, ihren Mitarbeitern eine Inflationsprämie zu zahlen“, sagte Verdi-Sprecher Jan Jurczyk gegenüber Business Insider.

Der Grund für die geringe Anzahl von Unternehmen ist, dass Zahlungen nicht obligatorisch sind und die Finanzierung von den Unternehmen selbst und nicht vom Bund erfolgen muss. Ihr Arbeitgeber kann also freiwillig entscheiden, ob er Inflationsprämien zahlt oder nicht.

Arbeitgeber klagen über wirtschaftliche Lage.

Sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen sind von Inflation und steigenden Preisen betroffen. Der Handelsverband Deutschland (HDE) beleuchtet in „Business Insider“ die Leistungsfähigkeit von Handelsunternehmen während der Pandemie. Zudem sei das Unternehmen „der Pandemie noch immer völlig überdrüssig“. Es ist daher nachvollziehbar, dass diese angeschlagenen Handelsunternehmen (…) auffällig fahren und zusätzliche Kostensteigerungen möglichst durch Zuzahlungen an ihre Mitarbeiter vermeiden. .”

Auch Lesen :  Industriebetriebe sparen: Weniger Gas auch ohne Produktionskürzung

Zu viele Arbeitgeber behaupten, dass sie nicht genug Umsatz gemacht haben, um Prämien zu zahlen, und dass ihre Mitarbeiter keinen Anspruch auf Prämien haben. „Es gibt keine direkten Rechtsansprüche. Das ist eine freiwillige Leistung“, erklärt Rechtsanwalt Arndt Kempgens im Gespräch mit RTL.

Auch Lesen :  Soziales - CDU-Chef Merz sieht wenig Einigungspotenzial beim Bürgergeld - Wirtschaft

Inflationsprämie in Tarifverhandlungen diskutiert

Sabine Sabet, Geschäftsführerin des Arbeitgeberverbandes Nahrungs- und Genussmittel (ANG), erklärt, dass 47 % der Unternehmen von der Insolvenz bedroht sind. Deshalb seien außertarifliche Bonuszahlungen laut Sabet nicht möglich.

Einige „Unternehmen, die es sich leisten können, an Tarifverhandlungen teilzunehmen“, erklärt Sabet. So hat sich beispielsweise der eigene Tabakkonzern mit den Gewerkschaften über Lohnerhöhungen und die Zahlung eines Teils der Inflationsprämie geeinigt. Allerdings können laut Arbeitgeberverbänden nicht alle Unternehmen Lohnerhöhungen versprechen. „Möglicherweise hat sich die Gewerkschaft eine Prämie als Add-on vorgestellt“, sagt Sabet. „Es ist eher eine Alternative zu Lohnerhöhungen.“

Source

Leave a Reply

Your email address will not be published.

In Verbindung stehende Artikel

Back to top button