Wie es beim Berliner Verlag läuft: kress.de

Auszug aus der Ausgabe September 2022 von „kress pro“, einem Magazin für Medienschaffende:

1. Wie steht es finanziell um den Berliner Verlag?

Holger Friedrich hat das Unternehmen im Herbst 2019 von der Mediengruppe DuMont übernommen. Nach einem großen Verlust im Corona-Jahr (Jahresergebnis: minus 6,7 Millionen Euro) hat der Berliner Verlag 2021 erstmals mit einem Null-Überschuss abgeschlossen. Auf Anfrage von „kress pro“ sagte Geschäftsführer Mirko Schiefbein für das laufende Jahr: „Zum jetzigen Zeitpunkt gehen wir von einem offensichtlich positiven Jahresergebnis aus.“ Beim Umsatz rechnet Schiefelbein für 2022 mit minus 5 %. Als Ergebnis rechnet er dennoch mit einem Plus von 300.000 bis 500.000 Euro.

Auch für die Berliner Presse sieht der Manager eine „sehr gute Entwicklung“. Als er 2020 anfing zu arbeiten, habe es eine „verzweifelte Ausgangslage“ gegeben.

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Zwischen 2019 und 2021 ging der Umsatz deutlich zurück, von 55,1 Millionen Euro auf 39,5 Millionen Euro. Das Management senkte jedoch auch die Kosten erheblich, was die Ergebnisse erheblich verbesserte. Hinzu kommt, dass es allein im Jahr 2020 einen Fehlbetrag von mehr als 2 Millionen Euro verzeichnete und auch zu Dumonts Zeiten immer wieder ein Problem für Medienhäuser war und den Titel „Berliner Aventblatt“ trug. Auch DuMont wollte kein Defizitgeschäft eingehen, da die Titel zur Befüllung der Druckerei benötigt wurden, die noch heute Teil der Berliner Druckerei ist. Im September 2021 übernahm die Egro Media Group das „Berliner Abendblatt“. Gut für den Berliner Verlag: Der Titel ist nach wie vor Kunde der Hausdruckerei.

2. Wie haben sich die Umsätze in den verschiedenen Segmenten entwickelt?

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Da die „Berliner Zeitung“ und der „Berliner Kurier“ seit Mitte vergangenen Jahres nicht mehr an die IVW gemeldet wurden, musste das Unternehmen einen deutlichen Rückgang der nicht bezifferbaren Druckauflage hinnehmen. Nach Angaben des Bundesanzeigers gingen die Umsatzerlöse von 39,3 Millionen Euro (2019) auf 29,6 Millionen Euro (2021) zurück. Schiefelbein führt dies auf die allgemeine Marktentwicklung und die digitale Ausrichtung des Unternehmens zurück. Wir erwarten eine weitere Integration im Jahr 2023.“

Dennoch wird auch deutlich, dass der Berliner Verlag mit einem starken Umsatzrückgang deutlich unter dem Branchendurchschnitt liegt. Darauf will das Management um Mirko Schiefbein auch künftig mit Preiserhöhungen und verstärkten digitalen Umsätzen reagieren.

Der Text ist ein Auszug aus einer Analyse der Entwicklungen der Berliner Presse, die in der Ausgabe September 2022 von „Cress Pro“ veröffentlicht wurde. Lesen Sie auch, wie der Verlag die Werbeeinnahmen gesteigert hat, wie es mit dem „Berliner Kurier“ weitergehen soll und welche Geschäfte sich Mirko Schiefebein in Zukunft erhofft. Hier können Sie „kress pro“ jetzt kaufen oder abonnieren!

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