“Winterliche Episode”: Nach dem Sturm kommen Frost und Schnee | NDR.de – Nachrichten

Veranstaltung: 17.11.2022 22:12 Uhr

Im Norden ist es noch ungemütlich. Der Wind lässt nach, jetzt kommen die ersten Schneeflocken der Saison. Die nächsten Tage werden kalt und frostig – das kann stellenweise sein. Wer bisher Energie gespart hat, muss jetzt vielleicht die Heizung anmachen.

Die gute Nachricht: „Es ist nur eine Herausforderung über drei, vier Tage – kurz, aber auffällig“, sagte Josef Kantuzer vom Deutschen Wetterdienst (DWD) im Gespräch mit NDR Info. “Mitte November, Ende November ist noch damit zu rechnen, dass sich dieser Winter bemerkbar macht.” Nach Minusgraden am Wochenende steigen die Temperaturen von Vorpommern bis ins Emsland laut dem Meteorologen in der nächsten Woche an: „Im Bereich von drei bis sieben Grad – also super für den Spätherbst.“

Eine Unwetterwarnung wurde aufgehoben

Das Wetter änderte sich von sonnig und leicht. Der Oktober hat bereits begonnen. Ein Sturm über der Nordsee brachte heftigen Regen und Wind. Für viele Teile der Nord- und Ostseeküste gibt es Warnungen vor schweren Stürmen. Die ersten Katastrophen ereigneten sich in Niedersachsen und auf Helgoland. Am Donnerstagabend hob der DWD die Unwetterwarnung für Norddeutschland auf.

Vielleicht ist die Straße am Freitagmorgen glatt

Der Regen zog am Donnerstagabend durch Hamburg und Schleswig-Holstein, doch jetzt steigen die Temperaturen im Norden. Ab der zweiten Nachthälfte durchschlafen – auch in Hamburg. Der Schnee liegt möglicherweise nicht im Flachland, da im Boden noch Wärme vorhanden ist. Schneematsch auf den Straßen in einigen Teilen Norddeutschlands könnte es laut DWD am Freitagmorgen allerdings etwas rutschig machen.

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„Im Großraum Hamburg und in Schleswig-Holstein wurde am Freitagnachmittag ein Spitzenwert von nur vier Grad erreicht Mecklenburg-Vorpommern hat noch drei Grad“, sagt Kantuzer, im Emsland sei es noch am längsten mild. Je höher, etwa im Harz, könne eine dünne Schicht ausbleiben, weniger am Ende der Woche.

Schwache Winde und Niedrigwasser behindern das Segeln

Stürmisches Wetter und Niedrigwasser haben das Segeln in einige ostfriesische Länder an der Küste behindert. Alle Fährverbindungen zwischen Harlesiel und der Insel Wangerooge wurden am Donnerstag und Freitag wegen Niedrigwassers gestrichen. Auch von und zu den Inseln Langeoog Die Abfahrten von Spiekeroog wurden aufgrund der Ebbe während des Oststurms abgesagt oder verschoben.

Fährverbindungen von Amrum, Föhr, Dagebüll, Schlüttsiel, Hooge und Langeneß in Schleswig-Holstein blieb am Donnerstag geschlossen. Andere Glieder werden vorwärts oder rückwärts bewegt und auf eine weitere Bewegung eingestellt. Passagiere wurden zudem am Freitag darauf hingewiesen, sich auf der Website der Wyker Dampfschiffs-Reederei zu informieren.

Mehr Sonne an diesem Wochenende

Während es am Freitag in weiten Teilen des Nordens grau in grau bleiben wird, überwindet das durchschnittliche Hoch mit Sonnenschein das Wochenende. An der Ostsee hingegen kann am Samstag noch geschlafen werden. „Das liegt am Lake-Effekt“, erklärt Stefan Zimmer vom DWD. „Wenn kalte Luft über wärmeres Wasser strömt, kann es lokal zu heftigen Regenfällen kommen.“

Doch am Sonntag verzog die Sonne: „Ein Tief brachte Schnee von Niedersachsen nach Hamburg“, sagte DWD-Meteorologe Zimmer. Aber Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern bekamen kein kostenloses Wasser.

Am Wochenende wird es frostig

Am Wochenende pendeln die Temperaturen im gesamten Norden um den Gefrierpunkt, vor allem in der Lüneburger Heide und im Raum Mecklenburg-Vorpommern kann es auch zu Dauerfrost kommen. In der Nacht zum Montag sagte der DWD gebietsweise minus fünf Grad und weniger voraus, vor allem für Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und das Wendland. “Du musst jetzt die Heizung anmachen, denn das Eis zu Hause ist nicht dasselbe”, sagte Kantuzer.

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Nächste Woche wieder milder

Energiesparer können aufatmen: Am Montag beendet der Winter seinen kürzeren Eingriff, das Westtief lässt das Wetter umschlagen und wird heißer. „Wie wir in Zukunft sehen können, wird die Temperatur etwa in der nächsten Woche im Raum Hamburg wieder auf fast zehn Grad fallen“, sagte Kantuzer. Beim Regenbedarf sieht der Meteorologe nur eine Normalisierung, viele Trockenzeiten in diesem Jahr können nicht kompensiert werden.

Zusätzliche Information

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Dieses Thema im Programm:

NDR-Info | Jetzt | 17.11.2022 | 21:45 Uhr

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