WM 2022: Katar kauft sich auch deutsche Fans für die gute Stimmung

Ball Jubel für die WM

Deutsche sollen zu den Unterstützern der katarischen Propaganda gehören

Bezahlte Fans sollen für gute Stimmung sorgen

Bei der WM in Katar sollen zahlende Fans in den sozialen Medien und bei der Eröffnungsfeier für gute Stimmung sorgen. Unbegrenzte Mittel sowie Flüge und Unterkunft müssen vom Organisationskomitee getragen werden.

Das Organisationskomitee der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft in Katar bezahlt für ausgewählte Fans die Reisekosten zum Turnier. Im Gegenzug sollen sie im Gastland für eine gute Atmosphäre sorgen. Jetzt kommen neue Details ans Licht: Das erste Werk wartet auf die Eröffnungsfeier.

Das Fanprogramm des WM-Gastgebers Katar sorgt weiterhin für heftige Diskussionen. Nun stellt sich heraus, dass auch Fans aus Deutschland dabei sind.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) teilte der “ARD-Sportschau” auf Anfrage mit, dass ihm das Programm des Organisationskomitees bekannt sei. Es wird jedoch nicht vom DFB oder dem Fanclub der Nationalmannschaft gesponsert. Es sei bekannt, dass “deutsche Fans teilgenommen haben/werden, aber wir wissen nicht, wie viele Fans teilnehmen”, teilte der DFB mit.

Vor der WM in Katar

Bei der Eröffnung des Al-Janoub-Stadions in Katar waren die Plätze voll. Jetzt kaufen die Produzenten der WM Fans, damit die Atmosphäre des Turniers gut ist

Quelle: dpa/Kamran Jabreili

Insgesamt kauften rund 35.000 deutsche Fans Tickets für das Turnier. Für die WM in Russland vor 4 Jahren wurden 62.000 Tickets an deutsche Fans verkauft. Reisen und Aufenthalt in Katar ist sehr teuer.

Das Organisationskomitee der Winter-Weltmeisterschaft, die am 20. November beginnt, hat die Fans aufgefordert, für das Turnier zu bezahlen. Fans sollen in den sozialen Netzwerken für ein gutes Gefühl sorgen und an der Eröffnungsfeier teilnehmen. Im Gegenzug übernimmt Katar die Kosten für Flüge, Unterkunft und Teilnahme an Aktivitäten und Veranstaltungen.

Sie trafen sich mit dem Botschafter der Weltmeisterschaft, David Beckham

Im Ausland proklamieren manche Fans begeistert ihre Rolle als „Fan Leader“. Mehrere Fans – auch aus Deutschland – sind bereits nach Katar gereist, um Veranstaltungen oder Spiele zu besuchen oder beispielsweise Englands WM-Botschafter David Beckham zu treffen.

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Fans, die am „Fan Leader Network“-Programm teilnehmen, haben die Möglichkeit, bis zum Ende des Turniers am 18. Dezember in Katar zu bleiben. Dem Bericht zufolge gibt es auch ein tägliches „Taschengeld“ von 250 Rial (aktuell rund 70 Euro). Anscheinend wird bei der Ankunft eine vorgeladene Visa-Karte ausgestellt.

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Nasir al-Khalaifi

In einem Verhaltenskodex verpflichten sich die teilnehmenden Fans, die WM „durch Liken und Teilen“ von Beiträgen in sozialen Netzwerken zu unterstützen. Sie einigten sich auch darauf, den Slogan „Qatar – World Cup of Wonders“ und den Hashtag #IAMAFAN zu verwenden.

Das WM-Organisationskomitee wird die Beiträge in den sozialen Medien genau überwachen. Und das Recht, Änderungen oder Löschungen von Beiträgen zu verlangen, bleibt vorbehalten. Abfällige Kommentare sollten der Kommission gemeldet und entfernt werden.

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Als Teil des „Fan Leader Network“ werden auf Einladung des Organisationskomitees rund 1600 Fans von jedem der 32 teilnehmenden Teams an der Eröffnungsfeier teilnehmen. Wenn ihre Mannschaft gefeiert wird, sollen sie laut “Sportschau” jubeln und im TV-Bild ein bestimmtes Lied singen.

Nach Angaben des WM-Organisationskomitees werden die Nominierungen von “den aktivsten Fanführern” vorgenommen. Der DFB teilte mit, an dem Verfahren nicht beteiligt zu sein und es nicht zu unterstützen.

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Zum Rücktritt von Uli Hoeneß als Präsident des FC Bayern München.  Archivfoto;  Uli HOENESS (links), der neue Präsident, mit seinem Vorgänger Franz BECKENBAUER, der zum Ehrenpräsidenten ernannt wird.  Hauptversammlung des FC Bayern München am 27. November 2009.

Auf Fragen zu den Details hat sich das Organisationskomitee der WM noch nicht geäußert. Offenbar nehmen rund 450 Fans aus 59 Ländern teil. Niederländische Zuschauer bestätigten auf dem NOS-Kanal, dass die Fahrten bezahlt werden.



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